Frei(e)zeit - ein paar Gedanken vor dem Saisonstart

Aktualisiert: 18. März

Wie verbringen wir heute die Freizeit? Was sind die Bedürfnisse? Woher kommt der Begriff Freizeit? Wie läuft das beim Mountainbiken? Fragen die uns stetig begleiten, uns motivieren und gleichzeitig auch nachdenklich stimmen.


Unser Verein Bike Region Voralpen engagiert sich seit November 2020 für bessere und neue Mountainbike-Angebote in der Region, sprich für die Freizeit. Die Geschäftsführerin beschäftigt sich seit 2006 mit dem Thema Freizeit, zuerst während dem Tourismusstudium und anschliessend bei Arbeitgebern in der Freizeitindustrie. Wir möchten euch kurz auf eine Gedankenreise mitnehmen und ein paar Fragen reflektieren.


In den ersten Monaten haben wir die Region Voralpen, der Markt und die Bedürfnisse der Mountainbiker*innen analysiert. Heute wissen wir, dass der Mountainbike-Markt boomt und unsere Region das Potential für eine nachhaltige Mountainbike-Region hat und dass wir mit besseren Vernetzungen der bestehenden und kommenden Angeboten die Attraktivität steigern können.


Gemäss einer Umfrage von der Stiftung für Zukunftsfragen möchten die meisten Befragten in der Freizeit vermehrt folgenden Aktivitäten nachgehen: Spontan tun, wozu sie Lust haben, in der Natur aufhalten, etwas für die Gesundheit tun. All diese Bedürfnisse können perfekt beim Mountainbiken gestillt werden.


Die Nationale Bike Interessenvertretung IMBA Schweiz hat im Frühling 2021 eine Umfrage mit rund 1'170 Mountainbiker*innen durchgeführt. Gemäss der Umfrage ist das wichtigste Motiv zum Biken Landschaft und Natur dicht gefolgt von Spass, Fitness und Abenteuer. Die meisten gehen dort, wo sie wohnen am häufigsten biken, sprich in und rund um die Städte. Die Umfrage hat neben den positiven Aspekten auch nach Konflikten gefragt. Ein Resultat, dass die Geschäftsführerin nachdenklich stimmt, nur ein Drittel hat auf dem Rad noch keine Konflikte erlebt. Das Thema wird immer brisanter, da die Auslastung des Wegenetzes in der Vergangenheit immer mehr gestiegen ist und in Zukunft weiter steigen wird. Diese Entwicklung führt unweigerlich auch zu mehr Konflikten. Es bleibt nicht bei verbalen Konflikten sondern es geht hin bis zu regelmässigen Wegmanipulationen oder physischen Angriffen.


Aber was bedeute jetzt nochmals der Begriff Freizeit?

„Zeit, in der jemand nicht zu arbeiten braucht, keine besonderen Verpflichtungen hat; für Hobbys oder Erholung frei verfügbare Zeit

Fühlen wir uns wirklich frei in der Freizeit, wenn wir von einem Programmpunkt zum nächsten rennen und keine Zeit für ein freundliches Grüssen auf den Wegen haben?


Wir wünschen uns mehr Gelassenheit in der Freizeit und ein respektvolles und tolerantes Miteinander, denn wir sind überzeugt, dass wir so alle mehr von der Freizeit haben und zufriedener sein werden. Gleichzeitig möchten wir Verantwortung übernehmen gegenüber der Natur und Umwelt damit wir auch in Zukunft in einer schönen und intakten Landschaft die Freizeit verbringen können.



Wir engagieren uns mit offenen Dialogen mit anderen Nutzergruppen und Grundeigentümern, sowie mit Sensibilisierungskampagnen für eine konfliktfreie Zukunft auf den Wegen und ein rücksichtsvolles Verhalten in der Natur.


Hilf mit und beachte den Verhaltenskodex und präge das Image der Mountainbiker*innen positiv, damit wir auch in Zukunft willkommene Weggenoss*innen sind. Biker Ehrensache!


Happy Trails!






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