Testbetrieb abgesagt

Unser Ziel war es im September einen einjährigen Testbetrieb mit Signalisation auf den zwei geplanten Mountainbike-Routen zu starten. Trotz den vielen Gesprächen mit Grundeigentümer:innenn sowie mit Ämtern haben wir zu viel Gegenwind und mussten den Testbetrieb absagen.
Viele Lösungen konnten gemeinsam gefunden werden
Die Gespräche mit den Grundeigentümer:innen verliefen bisher überwiegend konstruktiv. In verschiedenen Fällen konnte die Routenführung angepasst oder konnten zusätzliche Sicherheits- und Sensibilisierungsmassnahmen vereinbart werden. Dazu gehören beispielsweise Temporeduktionen oder Massnahmen zur besseren Information der Mountainbikenden.
Gleichzeitig bestehen bei einzelnen Grundeigentümern weiterhin Vorbehalte. Genannt wurden unter anderem die Sorge vor Konflikten und Unfällen mit Landwirtschaft, Wandernden oder Tieren, negative Erfahrungen mit Mountainbikenden sowie die Befürchtung einer zusätzlichen Frequenz auf den bestehenden Wegen. Wir nehmen diese Bedenken ernst. Gerade deshalb war aus unserer Sicht der geplante Testbetrieb eine Chance, um die vorgeschlagenen Lösungen in der Praxis zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.
Behördenrückmeldungen verhindern den geplanten Testbetrieb
Eine zusätzliche Herausforderung stellen die Rückmeldungen der zuständigen Ämter. Nach rund sechs Monaten liegen uns inzwischen sämtliche Stellungnahmen zur Vorprüfung vor. Diese sind teilweise sehr unterschiedlich und in mehreren Punkten restriktiv. Unter diesen Voraussetzungen kann der geplante Testbetrieb nicht durchgeführt werden. Damit verzichten wir auch auf eine vorläufige Signalisation der geplanten Routen.
Aus unserer Sicht braucht es eine bessere Abstimmung zwischen den übergeordneten Planungsgrundlagen und den konkreten Projekten vor Ort. Gerade bei Mountainbike-Routen ist es wichtig, die bestehende Nutzung, lokale Gegebenheiten und die Interessen der Grundeigentümer in die Planung einbeziehen zu können.
Auch die beteiligten Gemeinden stehen hinter unserem Vorhaben. Sie zeigen sich irritiert über einzelne Rückmeldungen der Ämter und sehen nun den Bedarf für eine übergeordnete Interessenabwägung. Erst auf dieser Grundlage soll die konkrete Zusammenarbeit mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern weitergeführt werden.
Projekt wird weitergeführt
Trotz der aktuellen Rückschläge halten wir und die beteiligten Gemeinden am Projekt fest. In den kommenden Monaten werden die offenen Fragen mit den zuständigen Ämtern geklärt und die Voraussetzungen für eine Weiterführung des Projekts geschaffen.
Parallel dazu setzen wir den Dialog mit den Grundeigentümer:innen fort und suchen für noch bestehende Herausforderungen gemeinsam Lösungen. Oft kann mit Sensibilisierungsschildern, Weideübergängen oder neuen Wegführungen die Situation vor Ort verbessert werden. Wir sind überzeugt, dass der eingeschlagene partizipative Weg der richtige ist. Ein tragfähiges Mountainbike-Angebot kann nur entstehen, wenn Gemeinden, Behörden, Grundeigentümer, Natur und Nutzergruppen gemeinsam einbezogen werden.
Ohne Mithilfe der Ämter und Grundeigentümer bleibt die Situation wie sie ist und es wird auch in Zukunft keine offiziellen Mountainbike-Routen in der Region geben.
Trotz der aktuellen Herausforderungen bleiben wir dran – mit dem Ziel, langfristig eine Lösung zu schaffen, die das Mountainbiken in der Region lenkt, Konflikte reduziert und einen Mehrwert für die gesamte Region bietet.



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